Zukunftsregion fördert Projekte mit rund 440.000 Euro
Fast eine halbe Millionen Euro für klima- und bildungsrelevante Innovationen: Die Steuerungsgruppe der Zukunftsregion4Klima hat in ihrer Sitzung im Dezember zwei richtungsweisende Projekte als förderwürdig eingestuft und damit wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der Zukunftsregion gesetzt.
Lernmodule für eine nachhaltige Zukunft
Das erste Projekt ist eine Initiative des Umweltzentrums Oldenburger Münsterland der katholischen Akademie Stapelfeld, einer Einrichtung der Stiftung Kardinal von Galen, und heißt: „Verantwortungsbewusste Zukunftsgestalter:innen werden“. Ab April 2026 sollen sechs mehrtägige Lernmodule für die Umweltbildung entwickelt und an außerschulischen Lernorten erprobt werden. Die Module folgen dem Prinzip „Forschen – Staunen – Handeln“ und verknüpfen wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen aus der Region. Ziel ist es, Schüler:innen ab der Sekundarstufe I, Studierende sowie pädagogische Fachkräfte zu befähigen, konkrete Maßnahmen zum Natur- und Klimaschutz zu erproben und in ihr Umfeld zu tragen. Das Vorhaben baut ein regionales Netzwerk aus Bildungsakteur:innen auf, schafft Erprobungsräume und stellt allen Partner:innen Materialien und Ergebnisse zur Verfügung.
Mit KI und Drohnen für den Moorschutz
Als zweites Projekt wurde über das KI-basierte „Biodiversitätsmonitoring wiedervernässter/renaturierter Moorstandorte“ entschieden, das von der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik Vechta bereits im Sommer vorgestellt wurde. Mithilfe von Drohnen und künstlicher Intelligenz sollen Pflanzenarten auf Moorflächen in allen vier beteiligten Landkreisen analysiert werden, um Rückschlüsse auf den Zustand der sensiblen Ökosysteme ziehen zu können.
Die erhobenen Daten sollen als Open-Source-Angebot langfristig auch Unteren Naturschutzbehörden und weiteren Akteur:innen zur Verfügung stehen - ergänzt durch Workshops zur Anwendung der Monitoringtools. Die Steuerungsgruppe bewertete beide Vorhaben als förderwürdig und ermöglicht so die Förderung für die zukunftsweisenden Projekte mit rund 440.000 Euro. Zusätzlich wurden auch kommunale Mittel aus den Zukunftsfonds der vier Landkreise bereitgestellt.
Neue Ansätze für den Wasserrückhalt
Zusätzlich wurde eine Projektidee vorgestellt, über die in einer der kommenden Sitzungen entschieden werden soll. Vertreter der Ammerländer Wasseracht und der Landesforsten entwickeln am Beispielgewässer „Wasserzug vom Baumweg“ einen Ansatz, der die Entwicklung eines bedarfsorientierten Wassermanagements vorsieht. Davon profitieren neben dem Grundwasser und dem aktuell weitestgehend trockenfallenden Fließgewässer an sich insbesondere auch die angrenzenden Hochmoorflächen. Geplant ist der Bau von mehreren Erprobungsbauwerken, die den Wasserstand in Trockenphasen stabilisieren und zugleich einen geregelten Abfluss bei Hochwasser ermöglichen sollen. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe nahmen die Ausführungen interessiert zur Kenntnis und begrüßen die weitere Projektentwicklung