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Steuerungsgruppe bringt drei Zukunftsprojekte auf den Weg

Drei neue Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 1,37 Millionen Euro hat die Zukunftsregion4Klima möglich gemacht. Bei der letzten Sitzung der Steuerungsgruppe am 23. Juni wurde sich für eine Förderung von rund 542.000 Euro ausgesprochen. Die Projektunterlagen liegen inzwischen bei der NBank und werden dort geprüft. Mit einer Bewilligung können die Vorhaben anschließend in die Umsetzung starten.

Gemeinsames Pegelmessnetz für die Region

Mit dem Projekt „Aufbau eines gemeinsamen Pegelmessnetzes in der Region“ wollen die vier Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Vechta gemeinsam mit dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) die Datengrundlage für ein klimaresilientes Wassermanagement verbessern. Dafür sollen neue Pegelmessstellen eingerichtet beziehungsweise bestehende Messstellen technisch weiterentwickelt und wasserwirtschaftliche Daten in einem gemeinsamen digitalen Datenraum gebündelt werden.

So sollen Entwicklungen des Wasserhaushalts besser erkannt und Entscheidungen zur Klimafolgenanpassung künftig auf einer regionsweit verfügbaren Datengrundlage getroffen werden können. Das Projekt stärkt zugleich die Zusammenarbeit der wasserwirtschaftlichen Akteure über Verwaltungsgrenzen hinweg. Das Projekt wird mit rund 400.000 Euro gefördert.

Regionale Beratung zum Umgang mit Regenwasser

Starkregen auf der einen, Hitze- und Trockenperioden auf der anderen Seite: Mit dem Projekt „Regenwasserberatung“ reagiert der OOWV auf die zunehmenden Herausforderungen beim Umgang mit Wasser. Geplant ist eine regionale Beratungsstelle für die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Vechta.

Insbesondere private Grundstückseigentümer sollen dort fachliche Unterstützung zur Regenwasserbewirtschaftung und Starkregenvorsorge erhalten. Die Beratung soll unter anderem Möglichkeiten zum Rückhalt und zur Nutzung von Regenwasser sowie zum Schutz vor Starkregen aufzeigen. Ergänzend sind Informationsangebote für Kommunen und weitere Multiplikatoren vorgesehen. Dafür sollen rund 127.000 Euro an Fördergeldern verwendet werden.

Perspektive für einen Geopark Wildeshauser Geest

Auch der Naturpark Wildeshauser Geest verfügt mit seinen Geestlandschaften, Mooren und weiteren geologischen Besonderheiten über ein besonderes Natur- und Kulturerbe. Mit dem Projekt „Konzept Geopark Wildeshauser Geest“ soll nun geprüft werden, ob der Naturpark die Voraussetzungen für eine Anerkennung als Nationaler Geopark erfüllt.

Dafür werden geologisch bedeutsame Standorte untersucht und bestehende Angebote sowie Entwicklungsmöglichkeiten betrachtet. Auf dieser Grundlage soll ein Gesamtkonzept mit Managementplan entstehen, das dem Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest als Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Zertifizierung dient. Eine Anerkennung als Nationaler Geopark könnte das Naturerbe stärker sichtbar machen und neue Möglichkeiten für Umweltbildung und nachhaltigen Tourismus eröffnen. Für das Konzept ist eine Förderung in Höhe von 16.000 Euro vorgesehen.