Zukunftsregion4Klima beschließt neues Projekt
Steuerungsgruppe stimmt für Förderung des „Digitalen Marktplatzes“ in Bad Zwischenahn
Im Juni tagte die Steuerungsgruppe der Zukunftsregion4Klima unter Vorsitz von Hendrik Lehners zum fünften Mal. Ein vielversprechendes Projekt wurde in dieser Sitzung auf den Weg gebracht.
Die Gemeinde Bad Zwischenahn plant die Umsetzung eines „Digitalen Marktplatzes“, der als zentrale Plattform lokale Unternehmen, Dienstleistungen und Initiativen digital vernetzen soll. Ziel ist es, die regionale Wirtschaft zu stärken, nachhaltige Konsumstrukturen zu fördern und durch digitale Sichtbarkeit neue Zielgruppen zu erreichen. Der Antrag wurde in der Projektgruppe „Naturtourismus“ vorgestellt und erhielt in der Sitzung breite Zustimmung: Die Steuerungsgruppe bewertete das Vorhaben als förderwürdig. „Durch diese Entscheidung kann die Gemeinde Bad Zwischenahn jetzt die Fördermittel für das Projekt beantragen“, erklärt Regionalmanager Marvin Leck.
Hightech für den Moorschutz
Die Private Hochschule für Wirtschaft und Technik stellte der Steuerungsgruppe eine neue Projektidee vor: Ein KI-basiertes Monitoring von Biodiversität auf wiedervernässten Moorstandorten in den vier beteiligten Landkreisen. Mithilfe von Drohnen und künstlicher Intelligenz sollen Pflanzenarten identifiziert und ausgewertet werden, um Rückschlüsse auf den Zustand der Moore zu ziehen. Die gewonnenen Daten sollen langfristig auch Unteren Naturschutzbehörden und anderen Akteur:innen zur Verfügung stehen – als Open-Source-Lösung inklusive Workshop-Angeboten. Das Projekt wurde von der Steuerungsgruppe als für die Zukunftsregion4Klima geeignet eingestuft. Über die Förderung entscheidet das Gremium, sobald die Hochschule das Projekt offiziell einreicht.
Projektgruppen treiben Entwicklung voran
Zusätzlich berichtete das Regionalmanagement in der Sitzung über die Fortschritte der Projektgruppen. So werden derzeit in der Gruppe „Wassermanagement“ Konzepte für ein digitales Gewässerpegelmessnetz erarbeitet. Auch im Bereich Naturtourismus und Moorentwicklung laufen konkrete Abstimmungen. Ein weiteres zentrales Vorhaben ist ein geplanter Workshop mit Akteur:innen der Umweltbildung aus allen vier Landkreisen. Ziel ist es, gemeinsame Bedarfe zu ermitteln und daraus kooperative Projekte zu entwickeln.
Die Sitzung zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Beiträge zur Zukunftsregion4Klima sind: von digitaler Infrastruktur bis zum innovativen Umweltschutz. Alle Beteiligten betonten den Wert der regionalen Zusammenarbeit und die große Chance, durch die Förderung nachhaltiger und digitaler Projekte konkrete Beiträge zum Zukunftskonzept zu leisten.